Kaffeehersteller engagieren sich für ökologischen Anbau und soziale Gerechtigkeit

Kaffeegenuss ist in der europäischen Welt ein fester kultureller Bestandteil. Nur wenige, die sich ihre morgendliche Tasse Kaffee gönnen, machen sich indes Gedanken über die Produktionszustände in den Drittweltländern, aus denen unsere Kaffeebohnen kommen. Neben oft hoher Pestizidbelastungen, die in den vergangenen Jahren festgestellt wurden, sind unfaire Produktionsbedingungen, soziale Ungerechtigkeit und Kinderarbeit weitere große Themen, die zur Spaltung führen. Doch immer mehr große Hersteller der Kaffeeindustrie gehen mit gutem Beispiel voran und engagieren sich für bessere Umstände in den Kaffeeländern.

Melitta am „Common Code for the Coffee Comunity“ angeschlossen

Bereits seit 2008 zeigt Melitta – namhafter Hersteller sowohl von Kaffee als auch den zugehörigen Kaffeemaschinen – ein deutliches Engagement für seine Öko- und Sozialstandards durch den Beitritt in den gemeinnützigen Verein „Common Code for the Coffee Comunity“. Dieser Zusammenschluss hat sich die Ziele gesetzt, die ökologische Vielfalt zu schützen, die Kaffee-Lieferkette effizienter zu gestalten, auch kleinen Kaffeebauern einen besseren Marktzugang zu ermöglichen, den Einsatz von giftigen Pestiziden zu kontrollieren, Kinderarbeit gezielt zu verhindern und den Kaffeeproduzenten umfangreiche Trainings- und Fortbildungskurse zu ermöglichen.

So setzen Melitta & Co. deutliche Zeichen für eine weltweite Solidarität.

Krups engagiert gegen Kinderarbeit

Auch Krups, Hersteller von Kaffeemaschinen, engagiert sich öffentlich gegen Kinderarbeit. Auch dies ist ein wichtiges und deutliches Signal. Werte, die in unseren eigenen Ländern gelten und Standards, die den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitmenschen definieren, sollen auch in den Ländern, in denen unsere Unternehmen produzieren gelten und angewandt werden. Heute gehört das Unternehmen Krups dem französischen Großkonzern SEB an, und auch dieser definiert klare Werte und ein vielschichtiges Engagement. So heißt es aus dem Unternehmen, dass unter anderem Achtung des Individuums eines der Grundwerte der Unternehmensgruppe darstelle.

Weltweite Standards erforderlich

Es ist mehr als erfreulich, dass immer mehr namhafte Hersteller erkennen, dass es zu einer weltweiten Einheit und einem neuen Bewusstsein von Frieden nur kommen kann, wenn soziale Ungerechtigkeiten und Ausbeutung der Ärmsten verhindert werden können. Nur so definiert sich Frieden langfristig und nachhaltig.

Soziale Verantwortung – auch für Hersteller von Küchengeräten

In Zeiten wie dieser, in der soziale Verantwortung im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt, stellt sich für Verbraucher vor der Tätigung einer Anschaffung auch vermehrt die Frage, inwieweit mit dem geplanten Kauf eines Haushaltsgerätes dieser Verantwortung Rechnung getragen werden kann. Selbst der Kauf eines Bügeleisens – früher lediglich eine Frage von Qualität, Verarbeitung und Vertrauen in eine renommierte Marke – ist nun oft mit der Überlegung verbunden, inwieweit der Kunde mit seiner Anschaffung das „richtige“, sprich verantwortungsbewusste Unternehmen unterstützen kann und sollte.

Hersteller in der Pflicht

Besonders große und namhafte Hersteller stehen im Fokus der Öffentlichkeit und sind sich ihrer Pflicht zur sozialen Vorbildlichkeit durchaus bewusst. Die Frage nach den Produktionsorten – selten produzieren die großen Hersteller aus Kostengründen innerhalb Europas – steht im Zusammenhang mit der Frage nach den Produktionsbedingungen. Wie werden die Mitarbeiter in den teilweisen Drittwelt-Ländern bezahlt? Unterstützt das Unternehmen etwas Kinderarbeit, Zwangsarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen? Werden Sicherheitsvorkehrungen nach unseren Standards eingehalten, oder riskieren die Arbeiter für die Herstellung unserer Haushaltsgegenstände etwa ihre Gesundheit, wenn nicht gar ihr Leben? Darüber hinaus ist es interessant zu wissen, welche Unternehmen über diese Grundanforderungen hinaus sich vielleicht sogar übermäßig engagieren.

BRAUN for children

Die Firma BRAUN, nicht nur bekannter Hersteller von Bügeleisen, macht es vor und zeigt sich besonders im sozialen Bereich sehr engagiert. Mit der Initiative „BRAUN for children“ gilt das Engagement des Unternehmens vorrangig den Kleinsten dieser Welt. Ist Nachhaltigkeit ohnehin ein großes Thema für BRAUN, versteht das Unternehmen dies in Hinblick auf die Kinder dieser Erde auch als Verantwortung, die Zukunftsperspektive dieser zu verbessern. So unterstützt BRAUN vorrangig humanitäre Organisationen, in denen Kinder im Fokus stehen. Dabei unterstützt jedes Tochterunternehmen von BRAUN ein bestimmtes Kinderprojekt. Eines dieser Projekte ist beispielsweise „Child Relief & You“, ein Projekt, das dazu beiträgt, Kindern in Indien ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Bügeleisen-Curling für einen guten Zweck

Leider folgen nur wenige namhafte Hersteller dem guten Beispiel von BRAUN. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass Kunden ausschließlich ein BRAUN-Bügeleisen erwerben sollten, wenn sie nicht nur faltenfreie Wäsche, sondern auch ein reines Gewissen haben wollen. Gelegenheit, sich für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Humanität einzusetzen, gibt es zahlreiche. Auch mit einem Bügeleisen aus dem Hause Tefal, Rowenta oder anderer Hersteller lässt sich Gutes bewirken. Etwa freuen sich viele Bedürftige über die Spende dieser wichtigen Geräte. Oder Sie investieren den Erlös, den Sie durch den Verkauf Ihrer Altgeräte erzielen, einer Friedensorganisation – das ist zwar keine unmittelbare, dennoch eine wirksame Unterstützung. Äußerst außergewöhnlich geht es im Übrigen auch: So veranstalteten die Berliner Sparkasse sowie die Firmen SpotCar und Arktis im Februar 2015 eine besondere Aktion: Sie veranstalteten ein großes Bügeleisen-Curling, eine witzige Sportveranstaltung der etwas anderen Art, bei der nicht nur Bügeleisen mit viel Spaß und großer Beteiligung übers Eise geschossen wurden, sondern der Gewinn auch der Berliner Suppenküche zugutekam.

Vielleicht finden sich auch andere Gelegenheiten, um in die Jahre gekommene Haushaltsgeräte einem guten Zweck zuzuführen und Kindern dieser Welt ein besseres und friedvolles Leben zu bieten.

Irland: Mit dem Bollerwagen auf Familienkurs

In Deutschland ist der Bollerwagen ein wichtiges Utensil in nahezu jeder Familie. Die meisten erkennen schnell, dass Familienausflüge, Besuche von Freizeitparks und Strandspaziergänge mit einem Bollerwagen wesentlich komfortabler vonstattengehen. In einem Bollerwagen lassen sich Getränke, Taschen, Lunchpakete und Erste-Hilfe-Packs verstauen und einfach vom Erziehungsberechtigten ziehen. Aber gerade im Hinblick auf die Getränke hat der Bollerwagen hierzulande weitere Berühmtheit erlangt: Jedes Jahr ziehen an Christi Himmelfahrt Tausende von Väter mit dem obligatorischen Bollerwagen los, um es einmal richtig „krachen“ zu lassen. Und so ist es gar nicht verwunderlich, dass einige Shops ihre Bollerwagen mit einem Foto bewerben, das das gute Stück randvoll mit Bier gefüllt zeigt.

Irland ist nun in unserer aller Köpfe zum einen auch DAS Land der Pubs und des Biergenusses. Ausgelassenes Feiern ist hier kein Laster, sondern anerkannte Gepflogenheit. Wie sieht es da mit dem irischen Vatertag und dem Einsatz des Bollerwagens aus?

Der irische Vatertag

Die Iren feiern den Vatertag nicht an Christi Himmelfahrt. Vielleicht wäre den katholischen Iren dieser Feiertag dann doch zu heilig dafür. Tatsächlich begehen sie Vatertag – wie in vielen anderen europäischen Ländern auch – am 3. Sonntag im Juni. Das Überraschende mag nun für den Durchschnittsdeutschen sein: In Irland versteht man den Vatertag tatsächlich als ein Familienfest. Während sich also die deutsche Vaterschaft an diesem Tag eine Auszeit von den väterlichen Pflichten gönnt, nehmen sich irische Väter ganz bewusst Zeit für ihre Kinder und verbringen den Tag mit ihnen. Diese wiederum basteln ihren Vätern mit Vorliebe kleine Geschenke und überraschen sie mit der ein oder anderen Aufmerksamkeit.

Und der Bollerwagen, gefüllt mit Bier?

Der Anblick eines mit Guinness gefüllten Bollerwagens bleibt dann wohl ein deutscher Traum, denn am irischen Vatertag wird nicht hemmungslos getrunken. Warum auch? Gelegenheit, dem Biergenuss zu frönen, bietet sich den Iren zur Genüge. Der Bollerwagen kommt in Irland am Vatertag durchaus auch zum Einsatz – dann aber nur zu seinem ursprünglich erdachten Nutzen: Als treuer Begleiter für den gut organisierten Familienausflug.

Staubsaugerhersteller für den Frieden

Immer mehr Unternehmen geraten in den Fokus der Öffentlichkeit. Erfolg, Gewinn und Rentabilität gehören zu den Kernthemen der Vergangenheit, heute, im Zeitalter der Globalisierung, sstaubsaugertellt sich immer mehr die Frage nach dem sozialen Verantwortungsgefühl der großen Hersteller. Wenn wir hierzulande mit dem Staubsauger durch unsere Häuser gehen, legen wir zwar immer noch bevorzugt Wert auf eine ordentliche Saugleistung unseres Hausgerätes, aber auf den zweiten Blick wollen wir auch wissen, wie es um das Engagement der Unternehmen bestellt ist.

Bosch zeigt großes Engagement

Unternehmen wie Bosch konnten in den großen Weltkriegen enorm profitieren. Doch ist Bosch keineswegs als Kriegsgewinnler zu bezeichnen. Gerade dieses Unternehmen zeigte in allen Krisenzeiten großes Engagement. So ließ Bosch bereits im Ersten Weltkrieg Fabriken in Lazarette umwandeln und stiftete künstliche Gliedmaßen an heimkehrende Invaliden.

Heute ist Bosch auch über die Landesgrenzen hinaus aktiv und setzt sich für weltweite faire Arbeitsbedingungen ebenso ein wie für Nachhaltigkeit in der Produktion. Bis heute fördert die Robert-Bosch-Stiftung weltweites Engagement wie beispielsweise für sauberes Wasser in den südamerikanischen Ländern. Weiter beteiligt sich Bosch an weltweiten Non-Profit-Organisationen und setzt damit Standards.

Auch Siemens zeigt sich engagiert

Auch der Gigant Siemens stellt sich seiner sozialen Verantwortung: Nachhaltige Produktion in Dritt- und Schwellenländern, faire Arbeitsbedingungen weltweit und vor allen Dingen das Verhindern von Kinderarbeit stellen auch für dieses Unternehmen wichtige Kernthemen dar. So ist Siemens aktives Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen, zu deren Zielen unter anderem die Vereinigungsfreiheit und Mitbestimmung sowie die Abschaffung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit gehören. Nach eigenen Aussagen fühlt sich Siemens in den Ländern, in denen es produziert, der dort gültigen Arbeits- und Sozialgesetzgebung verpflichtet. Außerdem stellen die geltenden internationalen Abkommen und Empfehlungen (Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO, Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten etc.) für Siemens einen unverzichtbaren Maßstab dar. Dafür steht auch die Siemens Stiftung, die eigens für das soziale Engagement des Unternehmens gegründet wurde.

Frieden beginnt bei Gerechtigkeit

Frieden ist ein großes Wort und beginnt nicht erst bei der Verhinderung oder dem Beenden von Krieg. Frieden beginnt im Kleinen bei der sozialen Gerechtigkeit, bei einem gegenseitigen Verantwortungsgefühl und einem sozialen Standard, der weltweite Bedeutung gewinnt. Es ist beruhigend zu sehen, dass auch so große Hausgerätehersteller wie Bosch, Siemens und viele andere sich der Vorbildfunktion bewusst sind. Haushaltsgeräte dieser Unternehmen lassen sich mit einem besseren Gewissen kaufen.